Alvesse: Kanalkamera prüft Zustand der Rohrleitungen

Rund zwei Wochen wird im Januar das Kanalnetz inspiziert

Alvesse/Peine, 21.12.2018 --- Der Wasserverband Peine untersucht ab Anfang Januar den Zustand des Kanalnetzes in der Ortschaft Alvesse. Dazu fährt ab der 2. Kalenderwoche die beauftragte Fachfirma Thon, nachdem der Kanal zunächst im Hochdruckverfahren gereinigt wurde, mit einem kleinen Kameraroboter die Rohre abschnittsweise von den Schächten aus ab und zeichnet Bilder auf. Diese werten die erfahrenen Fachleute des Verbands im Anschluss aus. Daraus entstehe ein passgenaues Sanierungskonzept, das Alter und den aktuellen Zustand analysiere und daraus die geeigneten Maßnahmen zur nachhaltigen Modernisierung kombiniere, erläutert der Verband den Hintergrund der Maßnahme in Alvesse.

Zugang zu Kontrollschächten und Grundstücken teils notwendig.

Die zügige Überprüfung können die Bürger mit dem Zugang zu den Grundstücken unterstützen. Der Wasserverband Peine bittet deshalb die Eigentümer, den Mitarbeitern der Fachfirma Thon zu Unter-suchungszwecken Zugang zu den Grundstücken zu gewähren und dort eventuell vorhandene Kontrollschächte zugängig zu machen. Denn auch diese Schächte können notwendige Zugänge für den kleinen Roboterwagen darstellen.

Beeinträchtigungen durch die Spülarbeiten? Nicht bei DIN-gerechten Anlagen.

Die Hochdruckspülung vorab sei dringend notwendig, um den Zustand der Rohre mit der Kanalka-mera korrekt aufnehmen zu können, erläutern die Kanalsanierer des Wasserverbands. Mit Beeinträ-chtigungen sei bei einer den anerkannten technischen Regeln (hier DIN 1986) betriebenen privaten Entwässerungsanlage nicht zu rechnen. Das bedeute in erster Linie, auf eine ausreichende Be- und Entlüftung zu achten, damit eventuell entstehende Luftüberdrücke abgeführt werden können. Ein funktionierender Druckausgleich vermeidet mögliche Verunreinigungen der Wohnungseinrichtungen, etwa durch einen Rückstau des Abwassers.

„Ist ein Rauschen durch den Geruchsverschluss der Toilette oder Dusche zu hören, ist das ein posi-tives Zeichen – das spricht dafür, dass die private Hausleitung keine Verstopfungen aufweist und das System funktioniert", beantworten die Verbandsmitarbeiter eine der häufigsten Fragen. „Sollte sich nach der Untersuchung ein unangenehmer Geruch bemerkbar machen, spricht das dafür, dass das Wasser aus dem Geruchsverschluss teils herausgesaugt wurde. In solchen Fällen einfach Wasser ins Waschbecken laufen lassen oder die Toilettenspülung betätigen, dann wird das Wasser im Geruchsverschluss ersetzt", rät der Verband.

Für Schäden oder Verschmutzungen, die durch nicht DIN-gerechte private Grundstücksentwäs-serungsanlagen entstehen, kann der Wasserverband Peine keine Haftung übernehmen.

Für etwaige Fragen rund um diese Maßnahme steht Sven Geldner unter Tel. +49 5171 956-117 zur Verfügung.